Phil fährt - Soltau - Nordkap und zurück
Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. (1. Johannes 3, 18)


Im Rahmen dieser Seite, der von der evangelischen Landeskirche bereitgestellt wird, möchte ich ein paar Worte über meinen Glauben verlieren. Die St. Johannis Kirche Soltau hat mich immer unterstützt und spielt auch bei meiner Nordkaptour eine wichtige Rolle.

Ist Gott nah oder fern? Kümmert er sich tatsächlich um uns? Ist Gott allgegenwärtig oder nicht?

Ich glaube, Gott ist der gute Geist, der Optimismus, der Wille etwas zu schaffen oder anderen eine Freude zu machen. Wenn du in einer Tiefphase bist und es kommt jemand, der dich aufheitert und dir den Tag rettet, dann ist das etwas so schönes, dann könnte Gott seine Finger im Spiel gehabt haben.

Und dieser Glaube, dass Gott durch uns handelt, dass er für uns durch andere da ist, das ist ein toller Gedanke. Es muss nicht unsere einzige Hoffnung sein, dass Jesus uns irgendwann erneut einen Besuch abstattet und dann alles besser wird. Wir leben im Hier und Jetzt und wir erfahren die ganze Zeit göttliche Liebe. Sie begleitet uns auf all unseren Wegen, es gibt keine Stellen, wo wir mal „kein Netz haben“ oder der Akku alle ist. Und das ist eine Feststellung, die auch in skandinavischen Ländern wichtig ist. Wenn ich denke, alles hat sich gegen mich verschworen - die Steigung des Berges, der Regen, der Wind, die Kälte - dann weiß ich, dass es Leute gibt, die mir Kraft senden.


Die St.Johannis Gemeinde in Soltau hat meine Jugend maßgeblich mit beeinflusst. Deswegen habe ich mich auch bewusst für diesen Rahmen meines Blogs entschieden, den die evangelische Landeskirche Hannover stellt. Nirgendwo sonst habe ich eine vergleichbare Stärke der Gemeinschaft erlebt. Dabei fand ich es auffällig, dass das Alter oder die Lebensumstände keine große Rolle spielten. Da sitzen die Hüpfer aus dem Kindergarten mit den Omas und Opas zusammen. Und die, die ihre Freude oder ihre Trauer teilen möchten finden dazu Gelegenheit. Egal in welcher Selbensituation ich war, hat die Gemeinschaft mich getragen. Und das ist schon etwas Außergewöhnliches.

Kirche wird heute oft belächelt. Viele Menschen sind auch einfach nur dagegen, haben sich mit unserer Gemeinde aber wenig bis gar nicht befasst. Es endet schnell in Grundsatzdiskussionen oder komischen Bemerkungen, wenn jemand von seiner Teilnahme in der Kirche erzählt. Ich kann nur jeden dazu ermutigen, trotzdem die Freude zu zeigen, die ihm der Glaube - wie auch immer dieser geartet ist - zu zeigen. Ich schreibe ihn mir auch auf die Fahnen! Schließlich hat meine Tour viel mit Glaube und Hoffnung zu tun!

Ich kann jedem nur empfehlen mal in St. Johannis vorbeizuschauen und vielleicht an einem der zahlreichen Angebote teilzunehmen oder sogar mitzuwirken. Meine nunmehr neunjährige Zeit als Teamer hat mich persönlich weiter gebracht. Aus dieser Zeit sind sehr gute und feste Freundschaften entstanden und es sind nicht zuletzt die vielen Erlebnisse, die mir lange im Gedächtnis bleiben werden.

Für Interessierte: Den Link zur Jugendarbeit in unserer Kirche findet ihr rechts in der Link-Liste.